T17 K1 A1.2.3: Kontenzuordnung
Dieser Menüpunkt erscheint nur, wenn Sie den Standardmodus der Buchhaltungsschnittstelle nutzen. Im erweiterten Modus werden die Konten über den Kontenplan verwaltet, der im Standardmodus lediglich zum Nachkontieren der Kassenbuchbelege dient.
Über das Konteneinstellungsfenster definieren Sie die Gegenkonten für die verschiedenen Buchungen: Erlöskonten als Gegenkonten der Debitorenkonten, Aufwandskonten als Gegenkonten der Kreditorenkonten und Sammelkonten als Gegenkonten für Sonderlieferanten, Kassenbücher, sonstige Zahlungsvorgänge und Factoringbuchungen.
Die Defaulteingaben in diesen Feldern entsprechen den Kontenkennziffern des Spezialkontenrahmens (SKR) 04, gültig ab 1999. Die Eingaben, die Sie hier tätigen, sollten dem aktuellen DATEV-Kontenrahmen entsprechen.

Bild: Konteneinstellungen
Bem. 1: Gegenkonten der Ausgangsrechnungen (Debitoren)
Die nach SKR 04 vergebenen Kontenkennziffern lauten für die Felder
[MwSt 16%] 4400 „Umsatzerlöse 16%“,
[MwSt 7%] 4300 „Umsatzerlöse 7%“,
[Nicht steuerbar] 4690 „Nicht steuerbare Umsätze“ Umsätze von Kunden, die als Kundenkennzeichen „NSU“ haben, werden auf diesem Konto gebucht,
[MwSt 0% EG] 4125 „Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen“ (§4 Nr.1b UStG),
[MwSt 0%] 4150 „Sonstige steuerfreie Umsätze“ (§4 Nr.2 - 7 UStG) und
[MwSt 0% (Art.)] 4100 „Steuerfreie Umsätze“ (§4 Nr.8 ff. UStG) Dieses Eingabefeld hat eine Sonderfunktion. Hier können Sie ein Konto angeben, auf das Erlöse gebucht werden sollen, die daraus resultieren, dass eine Rechnung Artikel enthält, für die keine Mehrwertsteuer abgeführt werden muss. In diesem Fall wird die Rechnung aufgesplittet und der mehrwertsteuerfreie Teil wird gegen das hier angegebene Konto gebucht.
Bem. 2: Fehlerkonto für Debitoren; Dieses Fehlerkonto wird immer dann angesprochen, wenn zu einem Beleg kein gültiges Debitorenkonto vorliegt oder sonstige Fehler aufgetreten sind.
Bem. 3: Gegenkonten Eingangsrechnungen (Kreditoren)
Die nach SKR 04 vergebenen Kontenkennziffern lauten für die Felder
[MwSt 16%] 5400 „Wareneingang 16% Vorsteuer“
[MwSt 7%] 5300 „Wareneingang 7% Vorsteuer“
[MwSt 0%] 5200 „Wareneingang“
[MwSt 0% EG] 5550 „Steuerfreier innergemeinschaftlicher Erwerb“
[Skonti MwSt 16%] 5735 „Erhaltene Skonti 16% Vorsteuer“
[Skonti MwSt 7%] 5731 „Erhaltene Skonti 7% Vorsteuer“
[Skonti MwSt 0%] 5730 „Erhaltene Skonti“
[Boni MwSt 16%] 5760 “Erhaltene Boni 16% Vorsteuer”
[Boni MwSt 7%] 5750 “Erhaltene Boni 7% Vorsteuer”
[Boni MwSt 0%] 5740 “Erhaltene Boni”
Bem. 4: Fehlerkonto für Kreditoren; Dieses Fehlerkonto wird immer dann angesprochen, wenn zu einem Beleg kein gültiges Kreditorenkonto vorliegt oder sonstige Fehler aufgetreten sind.
Bem. 5: Gegenkonten der Eingangsrechnungen (Sonderlieferanten)
Gegen das hier angegebene Sammelkonto werden alle Zahlungsvorgänge der Sonderlieferanten gebucht, da gerade bei den Sonderlieferantenrechnungen eine Vielzahl von Konten innerhalb des DATEV -Kontenrahmens angesprochen werden.
Bitte vergeben Sie hier Kontenkennziffern, die für Sammelkonten verwendet werden können.
Nach Auflösung der Konten innerhalb der DATEV sollten die Salden Null sein.
Bem. 6: Fehlerkonto für Sonderlieferanten (Kreditoren); Dieses Fehlerkonto wird immer dann angesprochen, wenn zu einem Beleg kein gültiges Kreditorenkonto vorliegt oder sonstige Fehler aufgetreten sind.
Bem. 7: Gegenkonten, gegen die alle Zahlungseingänge der Debitoren, Sonderlieferanten und Kreditoren verbucht werden sollen, die nicht über die Kassenbücher verbucht werden.
Bitte wählen Sie eine Kontenkennziffer aus dem Kontenrahmen innerhalb der DATEV.
Bem. 8: Wenn Sie die Systemoption DATEV_DBDIRECT_EXPORT unter {SYSTEM} {System} {Voreinstellungen} {Systemumgebung} auf ‚1’ gesetzt haben, erscheint hier die Überschrift „Gegenkonten der Kassen/Banken“ ansonsten „Gegenkonten der Kassenbücher“.
Die vier Sammelkonten werden für unterschiedliche Buchungen genutzt.
Das Sammelkonto 1 (Bem.8a) dient als Gegenkonto zu allen Barbuchungen, also z.B. als Gegenkonto zu einer Debitorenbuchung. (z.B. 1600 „Kasse“)
Das Sammelkonto 2 (Bem.8b) ist das Gegenkonto für manuelle Einlagen und Entnahmen. (z.B. 1460 „Geldtransit“)
Die Sammelkonten 3 und 4 (Bem.8c und d) sind Gegenkonten für die Schnellkasse, wobei im Sammelkonto 3 die Scheckbeträge (z.B. 1550 „Schecks“) und im Sammelkonto 4 die Telecashbeträge gebucht werden.
Eine weitere mögliche Defaultkontoeingabe wäre 1370 „Durchlaufende Posten“ als Sammelkonto 1, wenn die weiteren Sammelkonten 2-4 nicht genutzt würden, also 0000 eingetragen ist.
Eine Buchung erhält nur dann das hier definierte Gegenkonto, wenn weder während der Buchung noch innerhalb der Kassenbuchdefinition ein Gegenkonto angegeben wurde.
Bem. 9: Wenn Sie die Systemoption DATEV_DBDIRECT_EXPORT unter {SYSTEM} {System} {Voreinstellungen} {Systemumgebung} auf ‚0’ gesetzt haben, erscheint diese Zeile mit Feldern für Banksammelkonten.
Bem. 10: Wenn Sie mit dem Factoringmodul arbeiten, werden in der untersten Zeile die Gegenkonten für Factoringbuchungen angegeben. Definieren Sie bitte ein Sammelkonto für alle Umbuchungen, eines für alle Zahlungseingänge und eines für alle Abrechnungen.
Nachdem Sie alle Einstellungen für Kontenkennziffern vorgenommen haben, speichern Sie diese Einstellungen bitte mit der Taste <Bild runter> (P340) ab.
Stand: 01.01.2004 cb